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Ingrid's Blog 08/21

...Wissenswertes über Osteopathie:

Das Zwerchfell (Diaphragma):

Für den Osteopathen hat das Zwerchfell eine sehr wichtige Rolle, da es sowohl den Brust- vom Bauchraum trennt als auch eine Verbindung bietet vom Brust- zum Bauchraum. Verwirrt?

Zunächst mal ist das Zwerchfell der wichtigste Atemmuskel. Es ist eine riesige Kuppel, die den Brustkorb von innen auskleidet, oberhalb von der 5. Rippe bis zur 10. Rippe, darüberhinaus reichen noch 2 "Zipfel", die sogenannten "Crus" bis zum 3. Lendenwirbel. Es hat Öffnungen, durch die die große Hohlvene, die das gesammelte Blut Richtung Nieren leitet, die Aorta, die große "Schlagader", ein großes Lymphgefäss, die Speiseröhre hindurchziehen.

12 bis 14 Atemzüge pro Minute lassen das Zwerchfell rund 20 000 mal pro Tag kontrahieren. Beim Einatmen senkt sich das Zwerchfell bis zu 6 cm, beim Ausatmen hebt es sich. Dabei vergrößert sich der Brustkorb beim Einatmen, die Organe des Bauchraumes verlagern sich nach unten. Umgekehrt beim Ausatmen. Dadurch werden alle Organe durchbewegt, die Durchblutung gewährleistet und beispielsweise die Darmtätigkeit angeregt.

Ich beobachte täglich, daß viele Menschen viel zu flach atmen. Dieses einfache "Werkzeug", das ihnen zur Verfügung steht zu nutzen und allein durch das Atmen die Verdauung anzuregen und für die Durchblutung der Organe und Gewebe zu sorgen. Während meiner Behandlungen, wenn der Patient die Luft anhält, stelle ich fest, daß das Gewebe sofort reagiert und sehr hart und undurchdringlich wird.

Atmen durch alle uns zur Verfügung stehenden Atemräume ist sehr wichtig. Atmen durch die oberen Rippen, die unteren Rippen bis in den Bauch - dieser sollte sich sanft wölben und senken.

In der chinesischen Medizin wird gelehrt, daß die Lunge der "Energiemeister" ist, das bedeutet ohne zu Atmen ist es unmöglich Gefühle zu fühlen. Daher kommt auch unser "Drang", die Luft anzuhalten. Als Kind war es für uns überlebenswichtig, negative Gefühle nicht zu fühlen. Als Erwachsener ist das anders, da sollte man lernen, diese Gefühle zu erkennen ohne sich in sie hineinfallen zu lassen.

Zum Yoga aus der indischen Medizin gehört das Atmen - Pranayama - unbedingt dazu und bildet zusammen mit der Meditation die 3 wichtigen Pfeiler.

Wer zu mir zur Behandlung kommt, lernt wieder zu Atmen wie oben beschrieben, durch alle Atemräume und zu trinken. Mindestens 30 ml pro kg Körpergewicht. Luft und Wasser stehen uns kostenlos zur Verfügung und sind essentiell.


Heilmittel aus der Natur

Naturheilkundliche Antibiotika - ein Widerspruch?

Nein, durchaus nicht. Während die Antibiotika aus der Schulmedizin ausschließlich gegen Bakterien wirken, nicht gegen Viren und Pilze, gibt es zwei mir bekannte naturheilkundliche Mittel, die sowohl bakterizid, fungizid als auch viruzid wirken: Propolis und kolloidales Silber. Über Propolis habe ich schon geschrieben, daher widme ich mich heute dem kolloidalen Silber:

Bereits seit Jahrtausenden benutzen Menschen Silber in verschiedenen Formen, um Krankheiten zu behandeln und gegen Infektionen zu kämpfen. Zu Verwendung und Anwendung von Silber liegen sogar Aufzeichnungen aus dem alten Ägypten vor. Dass die antibiotischen, konservierenden und regenerierenden Eigenschaften des Silbers bekannt waren, dokumentieren auch Schriften von Hippokrates und Pythagoras. Bereits vor Jahrhunderten wurde medizinisches Wissen über Silber, Theorie und praktische Anwendung weitergegeben.

Silber bekämpft seit Tausenden von Jahren Bakterien:

Vor der Erfindung von chemischen Medikamenten war schon bekannt, dass Bakterien und andere krankheitsverursachende Erreger in Gegenwart von Silber nicht überleben konnten. Im Mittelalter lagerten königliche und wohlhabende Familien Wasser, Wein und Lebensmittel in Silberbehältern, um Verderben durch Bakterien zu verhindern. Chinesische Kaiser aßen von Silberstäbchen, nicht nur aus Prestigegründen. Wer es sich leisten konnte, verwendete silberne Teller und Besteck zum Essen und trank aus Silberbechern. Damals war es üblich – bevor Eistürme, Eiskeller und andere nicht elektrische Kühlmöglichkeiten erfunden wurden – eine Silbermünze in einen Milchbehälter zu werfen oder Silberstücke in Wassertanks aufzuhängen. Silbernes Besteck und silberne Servierplatten kennen wir bis heute, auch wenn sie aufgrund des ständig notwendigen Polierens, um Anlaufen zu verhindern, nicht mehr verwendet werden.

Gezielte Anwendung von Silber zu medizinischen Zwecken:

Erste Aufzeichnungen zur Verwendung von Silber zu konservierenden und medizinischen Zwecken finden sich im ägyptischen Papyrus Ebers. Dieses Papier enthält umfangreiche Erkenntnisse und Beschreibungen zu Erkrankungen und Therapien, Heilmitteln, Symptomen und Diagnosen, die etwa 2.500 bis 3.000 Jahre vor Christus in Ägypten bekannt waren und niedergeschrieben wurden. Im weiteren Verlauf der Geschichte von Silber, das zu Heilzwecken eingesetzt wurde, finden sich berühmte Namen der Medizin. Bis weit in die Entwicklung der modernen Medizin hinein wurde Silber in unterschiedlichsten Aufbereitungen für medizinische Zwecke verwendet. Um die 1880er Jahre setzte Dr. Carl Siegmund Franz Credé Silbernitrat bei Säuglingen gegen Augenentzündungen ein und reduzierte so signifikant die Quote an Augen-Erkrankungen bei Neugeborenen. Die 0,1% Silbernitrat Lösung war jedoch nur ein Beispiel für die erfolgreiche Verwendung von Silber. Parallel erforschten Wissenschaftler überall auf der Welt die antibakterielle Wirkung von Metallen in verschiedenen Lösungen, Verbindungen und Aufbereitungen. Dass kleinste Teilchen durch verschiedene Membranen in den Körper eindringen können, wurde von Thomas Graham schon vor dieser Zeit, etwa um 1860, beobachtet. Aus diesen Forschungen entstand der Begriff colloid, abgeleitet von dem griechischen Wort „colla“ für Leim bzw. Kleber. Hinzu kam das griechische „eidos“ für Form bzw. Aufbau. 1922 wurde in Leipzig die Kolloid-Gesellschaft gegründet, die bis heute existiert. Die Kolloidwissenschaft ist teilweise umstritten, hat sich dennoch seit über 100 Jahren gehalten und ist heute wieder aktueller denn je.

Verdrängung von Silber durch Pharmazie:

Die Verwendung von Silber für medizinische Zwecke machte gezwungenermaßen der Entwicklung synthetischer Pharmazeutika Platz, insbesondere mit der Erfindung des Penicillins im Jahr 1928. Diese Arzneimittel waren einfacher herzustellen, zu lagern und zu verwenden. Antibiotika und andere Medikamente ließen die seit Jahrtausenden benutzten wirksamen natürlichen Heilmittel in Vergessenheit geraten. Dabei hat Silber im Vergleich zu Penizillin den Vorteil, dass es gegen Hunderte von Bakterienarten hilft, während die neue Antibiose nur gegen etwa 10 Arten von Erregern wirksam war. Silber war also schon damals ein Breitspektrum-Antibiotikum, während die ersten synthetischen Medikamente nur gegen wenige Arten von Keimen half. Auch konnten die neuartigen Heilsubstanzen zunächst gar nicht in großer Menge hergestellt werden.

Aus der Geschichte:

Konstantin I. der Große:

wurde vermutlich am 27. Februar 272 geboren.

Falvius Valerius Constantinus war der römische Kaiser (306–337, allein ab 324), der mit der konstantinischen Wende den Aufstieg des Christentums ermöglichte, Religionsfreiheit im Römischen Reich einführte, das Konzil von Nicäa einberief und das nach ihm benannte Konstantinopel (heute Istanbul) zur neuen Hauptstadt im Osten erhob. Er wurde nach dem damals verwendeten julianischen Kalender vermutlich am 27. Februar 272 in Naissus, Moesia (heute Serbien) geboren und verstarb mit 65 Jahren am 22. Mai 337 in Anchyrona, Nicomedia im Römischen Reich (heute Türkei). Sein Geburtstag jährt sich 2020 zum 1748. Mal.

Obwohl er dem Christentum den Weg bereitete, mit dem christlichen Emblem "P" auf den Fahnen in den Krieg zog, hat er sich selbst nie taufen lassen.

Nach ihm entstanden die deutschen Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation des Mittelalters.

Konstantins Aufstieg zur Macht vollzog sich im Rahmen der Auflösung der römischen Tetrarchie („Viererherrschaft“) die Kaiser Diokletian errichtet hatte. 306 trat Konstantin das Erbe seines Vaters Constantius I. an, nachdem dessen Soldaten ihn zum Kaiser ausgerufen hatten. Bis 312 hatte sich Konstantin im Westen, 324 auch im Gesamtreich durchgesetzt. Folgenreich war seine Regierungszeit vor allem aufgrund der von ihm eingeleiteten konstantinischen Wende, mit der der Aufstieg des Christentums zur wichtigsten Religion im Imperium Romanum begann. Seit 313 garantierte die Mailänder Vereinbarung im ganzen Reich die Religionsfreiheit, womit sie auch das noch einige Jahre zuvor verfolgte Christentum erlaubte. In der Folgezeit privilegierte Konstantin das Christentum. 325 berief er das Erste Konzil von Nicäa ein, um innerchristliche Streitigkeiten (arianischer Streit) beizulegen. Im Inneren trieb Konstantin mehrere Reformen voran, die das Reich während der weiteren Spätantike prägten. Außenpolitisch gelang ihm eine Sicherung und Stabilisierung der Grenzen.

Nach 324 verlegte Konstantin seine Residenz in den Osten des Reiches, in die nach ihm benannte Stadt Konstantinopel.

"Thema" der Woche:

Aus dem Yoga: Achtsamkeit

Was bedeutet Achtsamkeit?

Zunächst bedeutet es achtsam mit sich selbst umgehen, achtsam mit unseren Mitmenschen umgehen, achtsam mit den Tieren umgehen, achtsam sein mit der Umwelt: den Bäumen, Steinen, Flüssen usw.

Wie geht das? Zunächst mal geht es darum, im Hier und Jetzt zu sein.

„Präsent zu sein bedeutet ,aufzutauchen’, hervorzukommen aus der Geistesabwesenheit oder Abgelenktheit, und einzutreten in ein achtsames Gewahrsein des Hierseins, jetzt in diesem Körper, und dann in diesen Zustand des bloßen Seins sanft aufrechtzuerhalten, während wir die konditionierten Bewältigungsmuster des Gehirns neu verdrahten“, beschreibt es so treffend die Achtsamkeitslehrerin Linda Graham.

Einfach ausgedrückt bedeutet das: Im Zustand der Achtsamkeit sind wir ganz im gegenwärtigen Moment – wir denken nicht Bedauern oder Groll an die Vergangenheit und auch nicht mit Angst an die Zukunft.

Man kann es ganz einfach im Alltag üben: wenn Sie spülen, spülen sie - sonst nichts! Konzentrieren Sie sich nur auf das Spülen, als gäbe es nichts Anderes auf der Welt. Wenn es trotzdem in ihrem Gehirn "plappert", nehmen Sie es gelassen hin und nehmen Sie ihre eigenen Gedanken nicht so wichtig. Es gibt viele Möglichkeiten im Alltag, wo eine Achtsamkeitsübung möglich ist: im Stau stehen beispielsweise, oder von A nach B gehen, oder auf der Toilette sitzen oder ein Spaziergang im Wald wäre hier sehr förderlich.....da der Wald auch heilende Kräfte hat.

Achtsam mit anderen Menschen sein, bedeutet nicht sich ihnen vollkommen hinzugeben. Es bedeutet vielmehr, was spiegelt mir der Mensch an eigenen Anteilen mit seinem Verhalten? Warum kommen Emotionen hoch und was für eine Bedeutung haben sie für mich? Muss ich mich rausziehen aus der Situation oder kann ich damit umgehen? Verfalle ich in alte Verhaltensmuster (aus der Kindheit?). Also letztendlich bedeutet Umgang mit anderen Menschen noch mehr Achtsamkeit mit sich selbst. Für mich ist es essentiell wichtig, wenn man ständig Menschen oder einen Menschen um sich hat, einen Rückzug zu haben. Sich mal sammeln können und sortieren, mal ganz für sich sein und ohne im Außen zu sein in sich reinfühlen und hören.

Schaffen Sie sich diesen Raum! Es dient auch ihren Menschen-Beziehungen. Und lernen Sie zu schweigen. Wenn Sie schweigen, erfahren Sie etwas. Das geht nicht, wenn man ständig redet. Und, wie ich ja oben schon geschrieben habe, gehört zur Achtsamkeit natürlich auch das Atmen. Man nennt es auch Atem-Achtsamkeit.

Zum Abschluss stelle ich Ihnen eine kurze Achtsamkeitsmeditation von Anna Trökes, eine sehr bekannte und versierte Yogalehrerin, zur Verfügung:

Meditation von Anna Trökes:

Atem-Achtsamkeit entwickeln:

Komme in eine bequeme Sitzhaltung. Wenn es möglich ist, schließe die Augen. Wenn du es magst (und es möglich ist), lege dir eine Hand auf den Bauch und die andere auf den Brustkorb.

Lasse ein inneres Lächeln entstehen, so dass du es an deinen Mundwinkeln und Augen spürst.

Verbinde dich mit deinem Atem. Spüre den Rhythmus seines Kommens und Gehens. Mach' dir bewusst, dass dein Atem sich seinen eigenen Rhythmus erschafft und er zuverlässig und unermüdlich kommt und geht, ohne dass du dich darum kümmern musst.

Entspanne deinen Atem unterstützt durch das Lächeln mehr und mehr und lausche weiter seinem Ein- und Ausströmen.

Wenn deine Gedanken nicht zur Ruhe kommen, dann sage dir innerlich mit jedem Einatmen: „Ich atme ein” und mit jedem Ausatmen: „Ich atme aus”. Lasse sonst deine Gedanken einfach da sein, ohne dich mit ihnen zu verbinden oder auf sie einzugehen.

Lächel' nun auch deinem Atem zu. Empfange jeden Einatem mit einem Lächeln. Entlasse jeden Ausatem mit einem Lächeln.

Fahre damit eine (kleine) Weile fort.

Um die Übung zu beenden, vertiefe bewusst deinen Atem, bis du dich bereit fühlst, deine Augen zu öffnen.

In diesem Sinne: Achten Sie auf Sich!

Namasté! Ihre / Eure Ingrid Rauber




Ingrid's Blog 07/21

...Wissenswertes über Osteopathie:


Die Lunge


Die Lunge befindet sich - genauso wie das Herz - oberhalb des Zwerchfells, also unter den Rippen. Die Lunge ist ein sehr großes Organ, sie erstreckt sich ca. 3 cm oberhalb des Schlüsselbeins bis zur 12. Rippe. Sie hat Kontakt zum Brustbein, den Rippen, Aorta, Herz, Speiseröhre, Zwerchfell. Zwischen 6. Halswirbel und 1. Brustwirbel hat die Lunge insgesamt 3 Aufhängebänder.


Daher ist es vielleicht verständlich, daß jemand mit Asthma genau an dieser Stelle Verkürzungen hat und dieses auch in die Schultern ausstrahlen kann.


Die beiden Lungenflügel sind umgeben von Rippenfell, das zwischen seinen 2 Blättern einen mit Flüssigkeit gefüllen Spaltraum hat, die Pleura, oder der Pleuraspalt. Das ist ein Reserveraum zur Ausdehnung der Lunge.


Die Funktion der Lunge ist der Gasaustausch. Hier wird aus sauerstoffarmem sauerstoffreiches Blut und Kohlenstoff wird mit Sauerstoff ausgetauscht. Das geschieht in den feinen Lungenbläschen, den Alveolen. Diese befinden sich im tieferen Teil der Lunge und haben eine Gesamtoberfläche von 100-140 m².


Durch die anatomische Nähe der Lunge zum Herzen gibt es auch gemeinsame Erkrankungen, wie z.B. das Cor Pulmonale. Das ist eine Schädigung des rechten Herzens durch Überlastung. Das rechte Herz pumpt Blut in die Lunge.


Ich achte bei Behandlungen immer sehr auf Befreiung der "oberen Thoraxapertur".  Damit behandelt man an der gleichen Stelle die Lunge, indirekt das Herz, das Diaphragma und auch die Durchblutung des Kopfes, sowie die Schultern.


Naturheilmittel der Woche:

Kräuter für die Lunge

Eines der bekanntesten Kräuter für die Atemwege ist der Spitzwegerich. Ein Tee aus dem häufig vorkommenden Kraut wirkt zuverlässig gegen trockenen Husten ohne Auswurf. Gegen Atemwegsbeschwerden wird auch Thymian gerne eingesetzt – und das seit mehr als 4.000 Jahren. Er wirktkrampflösend auf die Bronchien, auswurffördernd und entzündungshemmend. Auch gegen Viren, Bakterien und Pilze wirkt das „Küchenkraut“ zuverlässig. Medizinisch anerkannt ist deshalb die Anwendung von Thymian bei Entzündungen des oberen Atemtraktes – wie Erkältungen mit Husten –, Symptomen der Bronchitis und des Keuchhustens. Anis entfaltet seine Heilwirkung bei Katarrhen der Atemwege, da er schleimfördernd und hustenstillend wirkt. Das kann auch Efeu, der ebenfalls bei erkältungsbedingtem Husten, akuter und chronischer Bronchitis oder auch Keuchhusten eingesetzt wird.


Geschichtliches:

Die Burgen dienten als Zufluchtsort für umliegende Bauern und Bewohner bei feindlichen Angriffen. Sie wurden oft an Flüssen, Felsen oder auf Berge gebaut, damit sie schwer einzunehmen und natürlich geschützt waren. Andere Burgen waren reine Festungsburgen, wie die im heutigen Syrien liegende Burg "Krak de Chevalier". Sie war damals ein wichtiger Stützpunkt für Kreuzritter. Von dicken Mauern geschützt konnten dort im 13. Jahrhundert 2000 Mann monatelang leben.

Im Wesentlichen gibt es drei Arten von Burgen: Zum einen gibt es die Wasserburgen. Sie stehen inmitten eines Gewässers oder sind umgeben von einem Wassergraben. Das erschwerte das Angreifen. Zum anderen sind da die Höhlenburgen. Diese sind gut in Felsen versteckt und ideal, um sich dort zu verschanzen. Die Höhenburgen, die bekannteste Art, liegen auf einem Berg oder Hügel und boten früher guten Schutz vor Angreifern.

Eine Burg als Zuhause:

Viele Burgen waren aber hauptsächlich als Wohnburgen gedacht. Die Burgbesitzer wollten mit ihrem weithin sichtbaren Zuhause ihre Macht und ihr Ansehen zeigen. Das war vor allem im Mittelalter wichtig.

Die Geschichte der Burgen beginnt allerdings schon bei den Römern. Sie bauten befestigte Wachtürme für ihre Soldaten, mit dem Namen "burgus". Daher kam auch der Name "Burg". Die ersten Burgen waren einfach gebaut und aus Holz. Man nennt sie Motten. Umgeben waren sie von einem schützenden Wall oder einem Holzzaun – der so genannten Palisade. Die Motten standen auf einem Erdhügel.

Aus den Motten entwickelten sich im 11. Jahrhundert steinerne Wohntürme. Die Holzzäune wurden durch Ringmauern ersetzt. Die Eingänge lagen sicherheitshalber im ersten Stockwerk, das man nur über eine Leiter oder Treppe erreichte. So konnten Angreifer den Turm nur schwer erstürmen. Zum Schutz der Bewohner gab es Wachen, die aufpassten. Sie hatten auf hölzernen Wehrgängen im oberen Bereich der Mauern den besten Überblick. Durch Schießscharten beobachteten sie die Umgebung und konnten falls nötig die Bewohner verteidigen.

Woraus besteht eine Burg?:

Eine typische Burg des Mittelalters hat einem Wehrturm, der auch Burgfried genannt wird. Zunächst waren die Türme eckig. Ab dem 13. Jahrhundert wurden sie dann rund gebaut. Dadurch waren sie von außen schwerer zu erobern, weil Steine und Pfeile durch die Rundung abprallten. Der Wohntrakt einer Burg hieß "Palas". Daher stammt auch das Wort "Palast". Große Burganlagen hatten vor der eigentlichen Burg auch Vorhöfe oder Vorburgen mit Toren oder auch Zugbrücken. Es gab Wirtschaftsgebäude, Räume für Mägde und Knechte und Stallungen. In einer solchen Burg konnten über 50 Menschen leben.



Thema der Woche:

Freiheit

....ein schwieriges Thema! Was bedeutet Freiheit für Sie? Träumen Sie von Freiheit, oder haben Sie das Gefühl, frei zu sein?

Freiheit und Unabhängigkeit sind neben der Liebe sehr schwierige und umstrittene Themen. Warum? Weil sie sehr individuell interpretiert werden. Es gibt auch Menschen, die anderen ihren Willen aufzwingen wollen. Die Menschen wollen sich dann befreien. Wir erleben das hautnah derzeit in Afghanistan.

Es gibt aber auch Befreiung im "Kleinen". In der Familie zum Beispiel. Sich aus familiären Zwängen befreien. Das kann überlebenswichtig sein. Es kann auch dazu führen, daß man sich entwurzelt fühlt.

Für mich hat Freiheit zwei Seiten. Zum Einen ist sie - für mein Verständnis - sehr wichtig für die persönliche Entwicklung. Ein Kind MUSS sich von seiner Kindheit befreien, um sich zum Erwachsenen entwickeln zu können. Kinder tun das in der Regel in der Pubertät.

Die andere Seite ist, daß man jedesmal, wenn man den Schritt in die Freiheit geht, auch als Erwachsener, sehr viel Mut und Urvertrauen braucht. Sich von Vertrautem zu befreien ist ein Schritt, den man nicht so einfach geht. Schließlich ist das, was vor einem steht, noch unbekannt. Und dann ist da auch der Abschiedsschmerz, wenn es um die Trennung von einem Partner, oder auch von einer irgendwie gewohnten Arbeit ist.

Das sind Brüche im Leben. Man kann auch lieber bei dem alt Vertrauten bleiben. Dann verzichtet man auf sehr viel Erfahrung, die man in diesem Leben eigentlich machen müsste.

Dann gibt es ja schließlich auch die Menschen auf diesem Planeten, die, weil sie ums Überleben kämpfen, gar nicht frei sein können. Oder noch nicht mal an Freiheit denken können. Für die Frauen war das viele Jahrhunderte so. Nur wir im Westen haben jetzt die Möglichkeit!

Für mich ist Freiheit wie eine Blume. Ob sie klein bleibt und "krüppelig" oder unscheinbar und unsichtbar oder ob sie sich zur vollen Schönheit entfalten kann liegt an jedem selbst. Die entfaltete Blume ist sich ihrer selbst bewusst und freut sich, wenn sich andere daran anstecken, sich auch zu entfalten. Wenn dann viele Blumen auf dem Feld stehen, jede anders und für sich selbst stehend, dann entsteht das, was wir das Wunder der Natur nennen.

Trauen Sie sich, sich zu entfalten, auch gegen Widerstände, auch wenn Ihnen Neid und Mißgunst entgegenschlagen. Verabschieden und befreien sie sich von Altem, Beengendem, von Zwängen unserer Vorfahren - Das ist Leben!!!

Genießen Sie das Lied "Freiheit" von Marius Müller Westernhagen, das ich hier für Sie runtergeladen habe:

https://youtu.be/queDnG9ZeNk



Namasté! Bis September!

Ihre /Eure Ingrid Rauber


Ingrid's Blog 06/21

...Wissenswertes über Osteopathie:

Das Pflugscharbein oder Os Vomer (im Bild in grün dargestellt):

Das Pflugscharbein (Vomer) ist ein unpaarer, lang gestreckter Knochen der Schädelbasis. Es gehört zum Gesichtsschädel und zieht mittig vom Keilbein (Os sphenoidale) in die Nasenhöhle, wo es sich an einer Leiste (Crista nasalis) des Oberkieferknochens (Maxilla) befestigt.

Von der Form her erinnert der Knochen tatsächlich an eine Pflugschar. Er ist platt und langgestreckt und an seiner Befestigung am Oberkieferknochen fast schon spitz.

Dieser Knochen ist deshalb für den Osteopathen wichtig, weil er die Verbindung zwischen Oberkiefer (und damit Kiefergelenk), Nebenhöhlen und der Schädelbasis bildet. Man kann ihn zwar nicht direkt berühren, aber indirekt. Man kann mit Behandlung des Vomer mit einem "Schlag" sowohl Oberkiefer, Nebenhöhlen als auch die Schädelbasis und damit auch indirekt zum Beispiel Kiefergelenk und Innenohr behandeln.

Ich "checke" diesen Knochen bei jeder Behandlung meiner Patienten, da er mit auf der Zentrallinie liegt und er mit sämtliche restliche Schädelknochen ausrichtet.


Naturheilmittel der Woche:

Beifuß (Artemisia) ist die Mutter aller Heilkräuter. Doch auch als Gartenpflanze und Küchengewürz ist Beifuß beliebt. Der Beifuß (Artemisia) zählt botanisch zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Gattung ist umfangreich und umfasst bis zu 500 Arten. Die zumeist ein- oder zweijährigen krautigen Pflanzen, aber auch Stauden und Halbsträucher, sind weithin in der gemäßigten und subtropischen Zone der Nordhalbkugel verbreitet. Sie kommen in Steppen, Trockenrasen und Halbwüsten vor, manche Pflanzen sind sogar an einen salzigen Standort angepasst. Bekannte Vertreter der Gattung Artemisia sind Wermut (Artemisia absinthium), Eberraute (Artemisia abrotanum), Estragon (Artemisia dracunculus) und Gewöhnlicher Beifuß (Artemisia vulgaris).

Die griechischen Heilerinnen und Geburtshelferinnen Göttin Artemis und Königin Artemisia sind die Namenspatroninnen der Pflanzengattung. Denn schon seit dem Altertum wird Artemisia bei vielfältigen Leiden, von Menstruationsbeschwerden über Verdauungsprobleme bis hin zu Schlafstörungen, eingesetzt. Das wehenfördernde Kraut war einst ein weit verbreitetes Mittel in der Geburtshilfe. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe des Beifußes haben eine starke Wirkung auf den Organismus. In der Naturheilkunde gilt Beifuß daher als eines der Basiskräuter. Der deutsche Name der Artemisia rührt von der Anwendung des Beifußes gegen müde Beine her.

Auch in der chinesischen Medizin wird Beifuß genutzt für die heiße Akupunktur oder Moxa-Anwendungen.

Neben der Verwendung als Zierpflanze, Heilkraut und Gewürz wird Beifuß auch in der Schädlingsabwehr eingesetzt. Und nicht zuletzt wird dem Kraut eine starke magische Wirkung zugeschrieben. Beifuß wächst aufrecht und kann je nach Art eine Höhe von bis zu eineinhalb Metern erreichen. Die Blätter sind grün, graugrün oder graublau und wechselständig. Sie können ein- bis mehrfach eingeschnitten oder fiedrig geschlitzt sein. Die Blüten der meisten Artemisia sind zwar zahlreich, aber eher unscheinbar: Sie sind klein, gelb oder weiß, manchmal auch bräunlich oder rot. Blütezeit ist im Hochsommer zwischen Juli und August. Bei den Früchten handelt es sich um Achänen, also nussähnliche Schließfrüchte. Oft verströmt die ganze Pflanze einen aromatischen Duft.

Beifuss oder Artemisia:

Geschichtliches:

Der Medicus:

Der Medicus ist der bekannteste Mediziner des Mittelalters. Unter all den angeblichen und tatsächlichen Heilkundigen war er wohl der mit der meisten Anerkennung.

Ausbildung:

Der Medicus erhielt seinen Titel und sein Wissen während eines Studiums an einer Universität. Dort wurden die Überreste des überlieferten Wissens und die theoretischen Lehren aus der Antike vermittelt. Doch leider fehlte dem Medicus zumeist das entsprechende Praxiswissen bei Berufsbeginn.

Einschränkungen:

Hinzu kam, dass eine anatomische Ausbildung über den menschlichen Körper meist nur mit Hilfe von schematischen Ansichten (anhand von Zeichnungen und Bildern) vermittelt wurde, und nicht durch Sezieren von Körpern. Das Sezieren war strengstens verboten, denn nach dem Erlass von Papst Bonifatius VIII. war eine Leichenzerstückelung nicht erlaubt. Wer gegen dieses Verbot verstieß, dem wurde mit Exkommunikation gedroht. Im Mittelalter eine furchtbare Strafe, glaubte man doch noch an die Allmacht Gottes und der Kirche – und der Exkommunizierte war der ewigen Verdammnis gewiss und musste für immer in der Hölle schmoren, so war die allgemein akzeptierte Ansicht. Es war ihm außerdem verboten mit Blut in Berührung zu kommen.


Das Buch "Der Medicus" von Noah Gordon hat das mittelalterliche Berufsbild sehr gut und wirklichkeitsgetreu geschildert. Es waren vor allem die islamisch geprägten Länder damals sehr fortschrittlich in Kenntnissen in Anatomie und Therapie. Für einen Christen war es aber schwierig, dort eine Ausbildung zu erlangen. Im Buch "Der Medicus" verkleidet sich deshalb die Hauptfigur als Jude, da Juden der Zugang zu Universitäten im arabischen Raum eher erlaubt war zu der Zeit.



Thema der Woche:

Selbstliebe oder Egoismus?:

Über DAS zentrale Thema schreibe ich heute, denn im Kern geht es immer darum, daß wir uns selbst lieben, nur dann sind wir authentisch, kennen uns mit all unseren Fehlern, spüren, was für uns richtig ist und was nicht und können dementsprechend die richtigen Entscheidungen treffen.

Der Mensch, der sich selbst liebt, übernimmt die volle Verantwortung für sich und sein Leben und erwartet sein Lebensglück nicht mehr von anderen Menschen. Er ist in der Lage sich zu entwickeln und dadurch seinen Lebensweg zu gehen. Er geht regelmässig nach innen und spürt nach, wo noch Emotionen angenommen werden müssen, damit sie ihn nicht beherrschen. Er kann verzeihen, Frieden machen mit anderen Menschen. Er hat viel Freude im Leben und kann dieses auf der ganzen Linie genießen. Und: er hält Abstand von Dingen und Menschen, die ihm nicht guttun. Dieser Mensch folgt vertrauensvoll dem Ruf seines Herzens. Und so wie er sich selbst liebt, ist er auch in der Lage, andere zu lieben, ja, sogar alle Wesen auf diesem Planeten zutiefst zu respektieren.

Egoismus dagegen wird von Angst und Mangeldenken gesteuert. Das Herz ist hier für die Liebe verschlossen, für die Liebe zu sich selbst genauso wie für die Liebe zu anderen. Der Egoist hat Angst, nicht genug zu bekommen. Er verurteilt andere und meint er müsse gegen andere kämpfen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Der Egoist ist auch nicht abgeneigt, aus Angst und Feigheit andere zu belügen und zu betrügen um Dinge in seinem Leben durchzusetzen.

Ich beobachte sehr oft, daß Menschen "aus Liebe" zu jemandem Dinge akzeptieren, die übergriffig sind und ihnen nicht guttun, ja sie sogar von ihrem Weg abbringen. Das hat nichts mit Liebe zu tun. Liebe bedeutet immer, das zu tun, so zu handeln, daß es gut für den Anderen ist UND für sich selbst. Das kann auch bedeuten, daß man sich trennt, weil die Wege zu verschieden sind.

Die zentrale Aussage ist, BEI SICH BLEIBEN, sich auch trauen Dinge zu sagen oder zu tun, die vielleicht unpopulär sind. Wenn das Herz JA sagt.

Seien Sie zentriert! Bei sich, eins mit sich und der Welt. Vereint in Respekt vor sich und allen Wesen und der Welt, der Natur!


Namasté!


Ich mache im Juli Urlaubspause, schreibe wieder in meinen Blog im August.

Ihre / Eure Ingrid


Ingrid's Blog 05/21

...Wissenswertes über Osteopathie:

Das Herz

Herz und Nieren bilden die tiefste Ebene im Körper. Der Volksmund sagt: etwas oder jemanden "auf Herz und Nieren prüfen." Das Herz hat aus osteopathischer Sicht folgende Verbindungen: zum Brustbein, den 2. bis 6. Rippen, dem Thymus, der Wirbelsäule (bis etwa 10. Brustwirbel!), der Lunge, der Speiseröhre, dem Zwerchfell, der Aorta. Durch seine Bandverbindungen hält es direkten Kontakt zum Zwerchfell, zum Brustbein, zum Rippenfell, zur Lunge.

Das Herz "pumpt" das Blut durch den Körper und hat ein eigenes Nervensystem.

Es ist gut geschützt im Brustraum, umgeben von einer Hülle, dem Pericard.

Man kann es direkt nicht beeinflussen in der Osteopathie, sollte aber um die direkten und indirekten Auswirkungen aufgrund seiner anatomischen Struktur wissen. So ist es möglich, daß Herzrhythmusstörungen durch blockierte Hals-, oder Brustwirbel und Engegefühl in der Brust durch Rippen- oder Brustbeinblockierungen oder auch durch feste Züge in der Band- und Faszienstruktur des Herzens verursacht werden kann.

Unbedingt sollten natürlich solche Symptome erst schulmedizinisch abgeklärt werden.


Okoubaka-das Wundermittel aus der Natur:


Okoubaka aubrevillei ist ein Urwaldbaum, der zur Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae)gehört. Er ist vor allem in Ghana, Nigeria und an der Elfenbeinküste verbreitet. In derwestafrikanischen Sprache Anyin bedeutet der Name „okou baka“ Todesbaum. Die Einheimischen nennen ihn sicher deshalb so, weil er andere Bäume in seiner Umgebung parasitär befällt und diese abtötet. Er steht auf kleinen Lichtungen, denn kaum ein anderer Baum wächst in seiner direkten Umgebung. In der afrikanischen Volksmedizin setzt man schon seit langem die getrocknete und pulverisierte Rinde des Baums als Arznei gegen Vergiftungen ein. 1972 gelangte die Okoubaka-Rinde nach Deutschland, nachdem eine Homöopathin diese als Geschenk für die Behandlung eines Westafrikaners erhalten hatte. Dadurch begann die systematische Erprobung des pflanzlichen Arzneimittels.

Aus der Rinde des seltenen westafrikanischen Baums wird in pulverisierter Form eine typische Gerbstoffdroge hergestellt. Ihr werden eine entgiftende, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. In der Praxis findet der pflanzliche Wirkstoff breite Anwendung. Okoubaka eignet sich sowohl zur therapeutischen als auch zur prophylaktischen Einnahme, beispielsweise bei Fernreisen.

Gerbstoffe haben eine austrocknende und entzündungshemmende Wirkung, die besonders auf der Haut und der Schleimhaut gegen Bakterien hilft. Sie dichten ab und bilden eine schützende Membran, wodurch sie das Eindringen von Bakterien verhindern.

Einsatzgebiete:

Hautkrankheiten

Entzündungen im Mund- und Rachenraum

zur schnellen Wundheilung

Magen-/Darmentzündungen

Vergiftungen

Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes

Leber-, Galle- und Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen

Reizdarmsyndrom

Vergiftungen durch Lebensmittel und Schwermetallbelastung

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Verdauungsstörungen

Reiseprophylaxe

Erbrechen bei Schwangerschaft oder Chemotherapie

Allergien

Mit seiner Wirkung kann Okoubaka auch bei allgemeinen Entgiftungstherapien (zum Beispiel durch Umweltbelastungen) hilfreich sein. Die negativen Folgen für den Magen-Darm-Trakt bei der Antibiotika-Einnahme neutralisiert Okoubaka ebenfalls und unterstützt die infektiöse Behandlung.

Okoubaka bei Magen-Darm-Beschwerden:

Okoubaka kommt vorrangig bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes zum Einsatz. Eine prophylaktische Behandlung hat dabei zu sehr guten Ergebnissen geführt. Bei Reisen in südliche Länder oder bei Fernreisen ist es ein sinnvoller Bestandteil der Reiseapotheke. Eine Einnahme vor Reiseantritt sowie während der Reise kann Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Infekten vorbeugen.

Zudem hilft es unterstützend bei einer Nahrungsmittelumstellung, bei konventionellen Erkrankungen des Verdauungstraktes sowie bei Lebensmittelvergiftungen. Okoubaka verschafft auch beim Reizdarm-Syndrom Linderung.


Geschichtliches:

Die Geburtsstunde der Homöopathie

Die napoleonische Zeit (Napoleon: 1769-1821) war nicht nur politisch und gesellschaftlich eine Epoche der Veränderungen und des Wandels. Auch in die Medizin kam damals viel Bewegung. Immer mehr Ärzte waren unzufrieden mit den Behandlungsmöglichkeiten, die zum Teil noch aus der Antike stammten – man denke an den Aderlass. Sie machten sich auf die Suche nach zeitgemäßen, modernen Therapieformen, in die das aktuelle naturwissenschaftliche Wissen und die neue aufgeklärte Weltsicht einfließen sollten. Diese Einsicht trug wesentlich zur kritischen Diskussion und Abschaffung des Aderlasses bei, ebenso gab es den Anstoß für die Beschäftigung mit Hypnose und letztlich für die Psychoanalyse.

Ganz anders verhält es sich mit der Neuerung, die Samuel Hahnemann (1755-1843) in die Medizin einbrachte: der Homöopathie. Sie war und ist in ihrer Wirksamkeit umstritten, aber sie hält sich als Heilmethode – mit schwankender Beliebtheit – bis heute. Als chemisch-pharmazeutisch äußerst versierter Arzt hat Hahnemann mit der Homöopathie übrigens nicht nur eine neue Heilmethode erfunden, sondern auch die kritische Arzneimittelprüfung mit Selbstversuchen an gesunden Menschen in der Medizin etabliert.

Es ist heute noch üblich, in Kreisen der Homöopathen die "Arzneimittelprüfung" zu vollziehen, dabei die Symptome aufzuschreiben. All diese Erkenntnisse sind nachzulesen im "Synthesis", einem Nachschlagewerk der Homöopathie.

In der Homöopathie geht es darum, Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln. Hahnemann hatte das Werk des schottischen Arztes William Cullen übersetzt und hier von der therapeutischen Wirkung der Chinarinde bei Malaria erfahren . Er probierte das Mittel selbst. Nach einigen Wochen stellten sich bei ihm die gleichen Symptome wie bei einer Malaria ein, nur ohne Fieber. Dies ging in die Geschichte der Homöopathie als die erste Arzneimittelprüfung ein. Hahnemann ging von der Auffassung aus, dass es eine Lebenskraft, die „Vis vitalis“ gibt. Diese sei beim Kranken geschwächt. Man müsse nur das passende Mittel finden – dies habe mit einer ausführlichen Anamnese zu geschehen – um diese Lebenskraft wiederherzustellen.

Dabei entdeckte er, daß man statt die Urtinktur (also die unverdünnte, ursprüngliche Substanz) zu verabreichen, auch eine starke Verdünnung zum Ziel führt. Daraus entstand dann später die Potenzierung. Je höher eine Potenz ist (also statt D3 beispielsweise C200) desto mehr wirkt die Arznei auf der Seelenebene, je niedriger die Potenz, desto eher wirkt die Arznei auf der Körperebene.



Thema der Woche:

Angelegenheiten

Ich erlebe es sehr häufig, daß sich erwachsene Menschen außerhalb ihrer Angelegenheiten befinden. Aus meiner Sicht ein riesiges Ablenkungsmanöver von sich selbst. Dennoch möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, einmal auf die Folgen aufmerksam zu machen:

Folgen für den "Täter":

Der Täter kommt nicht wirklich weiter im Leben, ja, er dreht sich im Kreis. Warum? Weil man nur sich selbst ändern kann, andere Menschen kann man nicht ändern, auch Partner, Expartner oder Kinder nicht. Irgendwann wird es auch langweilig, ihm zuzuhören, weil er sich immer über die gleichen Dinge beschwert. Und "beschweren" ist hier wörtlich zu nehmen. Derjenige macht sich und seiner Umwelt das Leben schwer.

Was für eine Möglichkeit hätte der "Täter", um da rauszukommen? Auf sich selbst beziehen! Was und warum beschäftigt ihn etwas was der Andere ist oder macht? Weil es den Täter selbst betrifft. Irgendwo in sich selbst ist da etwas, was noch nicht angeschaut und wahrgenommen wurde, sonst würde es in seinem Leben keine Rolle mehr spielen. Und: wenn er selbst seinen Frieden damit gemacht hat, dann lösen sich die von Außen präsentierten "Erregbarkeiten" von selbst auf.

Folgen für das "Opfer":

DIE Folge schlechthin ist die Übergriffigkeit des Täters, das grenzüberschreitende Verhalten, ja das "entmündigen" des "Opfers". Auch hier sollte beim "Opfer" geschaut werden, warum passiert mir das? Was ist da in mir, was Andere dazu auffordert, meine Grenze zu überschreiten und respektlos zu sein? Ist da eventuell Respektlosigkeit und Grenzüberschreitung mir selbst gegenüber?

Ich möchte Ihnen nochmal die "Angelegenheiten nach Byron Katie" aufzeigen:

Drei Arten von Angelegenheiten (nach Byron Katie):

"Es gibt nur drei Arten von Angelegenheiten, Meine, Deine und die Gottes oder des Universums oder von Mutter Erde - wie auch immer Sie es nennen wollen.

Es ist MEINE ANGELEGENHEIT, wenn ich mein Haus, das vom Wetter arg gezeichnet ist, nicht neu streiche.

Es ist DEINE ANGELEGENHEIT, wenn du ein Problem mit dem vom Wetter arg gezeichneten Haus hast.

Es ist die Angelegenheit Gottes oder des Universums, daß die Sonne scheint oder der Wind bläst und mein Haus entsprechend dadurch gezeichnet wird.

Wenn ich denke, daß ich weiß, was du denkst und was gut für dich ist, dann lebe ich gedanklich in deiner Angelegenheit. Die Folgewirkung hiervon ist Trennung und Einsamkeit. Wenn du da drüben bist und dein Leben lebst und ich auch bei dir da drüben bin (gedanklich) und dein Leben lebe, dann bist du da drüben mit dir und ich bin da drüben mit dir und dann ist keiner hier für mich. Natürlich fühle ich mich dann einsam und getrennt! Ich vereinsame mich selbst. Niemand anderer verursacht mein Alleinsein-Gefühl. Ich mache das." Byron Katie

Seien Sie ganz bei Sich! Damit sind Sie "All-Eins". Eins mit sich und dem Universum!

Eine schöne Sommer-Anfangszeit wünsche ich Euch / Ihnen!


Eure/ Ihre Ingrid Rauber



Okoubaka-Baum



Ingrid's Blog 04/21

...Wissenswertes über Osteopathie:


Faszien


..wussten Sie schon, was man durch Faszienarbeit alles bewirken kann? Zunächst mal: was sind Faszien? Faszien sind Häute, die verschiedene Strukturen: Muskeln, Organe, Sehnen ummanteln. Sie selbst sind von festerer Qualität und gleiten mit einem Flüssigkeitsfilm aneinander. Faszien haben dadurch, daß sie längs und quer durch den Körper ziehen, die Eigenschaft, verschiedene Strukturen allein dadurch zu verbinden. So könnte man beispielsweise durch Faszienarbeit durchaus Sodbrennen "in den Griff" bekommen, indem man mit dem Zwerchfell und den Faszien der Bauchorgane arbeitet, oder auch Hämorrhoiden mit Faszienarbeit behandeln, da eine wichtige querziehende Faszie den Oberkörper nach unten hin abschließt. Diese Faszie beherbergt auch die "Öffnungen" des Körpers nach unten hin, wie den Anus und den Blasenausgang, wo sich gerne aus osteopathischer Sicht Blockaden bilden. Darüberhinaus befinden sich Muskeln, Sehnen und Bänder innerhalb des Fasziensystems und können durch Faszienbehandlung günstig beeinflusst werden. Faszien sind im wahrstens Sinne des Wortes faszinierend und allein durch das Fasziensystem kann man zum Beispiel durch Behandlung an einer Stelle auch Gelenke oder Organe behandeln, die von dieser Stelle weiter weg sind.






Hexenfinger

Heilmittel der Woche: Hexenfinger

Diese aus Südafrika stammende Pflanze

Carpobrotus edulis enthält Polyphenole wie Tannine und Flavonoide und Anthocyane, denen eine regenerative, adstringierende, antibakterielle und antioxidative Wirkung zugeschrieben wird. Zudem sind Zitronensäure und Äpfelsäure enthalten.

Verwendung:

Die Früchte, die einer Feige leicht ähnlich sehen, haben ein geleeartiges, süßsaures Fruchtfleisch und sind essbar. Sie werden zu Marmelade verarbeitet. Der Saft und das Mark aus den Blättern werden in der Medizin zur Reinigung von Wunden sowie zur Heilung von Verbrennungswunden, Ohren- und Zahnschmerzen verwendet.

Carpobrotus edulis wird, wie andere Carpobrotus-Arten, zur Befestigung von Dünen und Steilufern eingesetzt.

Geschichtliches:

Heutiges Thema: Heilende Frauen in der Antike:

Parallel zu den Erkenntnissen des Griechen Hippokrates, dem Begünder der modernen Medizin, zu dem ich zu einem späteren Zeitpunkt schreiben werde, gab es immer heilende Frauen. Sie waren bei Ägyptern, in Griechenland, in Rom und bei nordischen Völkern als "Wurzelkundige", Heilerinnen, Kräuterweiber oder Zauberinnen hoch geschätzt. Sie hatten Einfluss in der Gesellschaft, sie waren Geburtshelferinnen, die sich auch mit Empfängnisverhütung und Abtreibung auskannten, sie waren umherziehende Heilkundige, die für jedes "Wehwehchen" und Leiden eine Tinktur oder Salbe parat hatten. Ebenso schätzte man ihren Rat und ihre Unterstützung in der Gesellschaft. Sie wurden verehrt und geheiligt, aber auch verdächtigt - je nach dem jeweils herrschenden Frauenbild. Sie saßen am Bett von Gebärenden, Kranken und Sterbenden mit ihrem Wissen, ihrer Intuition und ihrer Erfahrung. Diese wurde weitergegeben in Form von Mythen, Märchen, Geschichten und Ritualen. Später, im Mittelalter, waren Heilerin und Hebamme Lehrberufe für Frauen, die von einer auf die andere übergingen.

Thema des Monats: welche Haltung einnehmen gegen Angst und Verunsicherung?

Hierzu möchte ich Ihnen/Euch einen mir sehr am Herzen liegenden Text aus dem Buch"Geh wohin Dein Herz Dich trägt" von Susanna Tamaro "ans Herz legen" - Er spricht für Sich!


"... Gib auf Dich acht. Jedesmal, wenn du, wachsend, Lust haben wirst, die falschen Dinge in richtige Dinge zu verwandeln, erinnere dich daran, daß die erste Revolution, die man machen muß, die im eigenen Inneren ist, das ist die erste und wichtigste. Für eine Idee zu kämpfen, ohne eine Idee von sich selbst zu haben, ist mit das gefährlichste, was man tun kann.

Jedesmal, wenn du dich verloren fühlst, verwirrt, denk an die Bäume, an ihre Art zu wachsen. Denk daran, daß ein Baum mit einer großen Krone und wenig Wurzeln beim ersten Windstoß umgerissen wird, während bei einem Baum mit vielen Wurzeln und kleiner Krone die Säfte nicht richtig fließen. Wurzeln und Krone müssen gleichermaßen wachsen, du mußt in den Dingen und über den Dingen sein, nur so wirst du Schatten und Schutz bieten können, nur so wirst du zur rechten Jahreszeit blühen und Früchte tragen können.

Und wenn sich dann viele verschiedene Wege vor dir auftun werden, und du nicht weißt, welchen du einschlagen sollst, dann überlasse es nicht dem Zufall, sondern setz dich und warte. Atme so tief und vertrauensvoll, wie du an dem Tag geatmet hast, als du auf die Welt kamst, laß dich von nichts ablenken, warte, warte noch. Lausche still und schweigend auf dein Herz. Wenn es dann zu dir spricht, steh auf und geh, wohin es dich trägt."


In diesem Sinne: Namasté! Mein Herz grüße Eure Herzen! Bis zum Wonnemonat Mai!

Eure/Ihre Ingrid


Übrigens: mein Homepage-Provider hat einiges verändert, daher der neue "Look" meines Blogs - ich muss mich erstmal dran gewöhnen....

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Ingrid's Blog 08/20

Posted on April 27, 2020 at 8:00 AM

 

...Spannendes aus der Osteopathie:


Knieschmerzen:

Wie oft hat Mann/Frau Probleme mit dem oder den Knien. In all den Jahren als Osteopathin, in denen ich tätig bin kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich Knie ursächlich behandelt habe. Warum? Knie reagieren aus meiner Erfahrung auf das, was von unten und oben kommt, sprich: auf Hüfte/Becken und Füsse. Fußfehlstellungen und/oder Beckenblockierungen allen voraus sind sehr oft verantwortlich für Knieschmerzen.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen: wenn man auf das Knie fällt und das dann schmerzt und anschwillt ist das Knie natürlich die Ursache!

Ich spreche von Knieschmerzen ohne solche Vorgeschichten, die evtl. schon chronisch sind. Ein Beispiel für einen solchen Zusammenhang ist ein Muskel, der vom Becken aus zur Innenseite des Unterschenkels zieht, ein Muskel, der zu der hinteren Muskulatur des Oberschenkels zählt, genannt M. Semimembranosus. Dieser ist mit dem Innenband und dem Innenmeniskus des Knies verwachsen. Wenn Zug auf diesem Muskel ist, durch Beckenblockierungen und/oder muskuläre Verkürzungen, kann dieser allein verantwortlich sein für einen Knieschmerz. Ich hatte diesen Fall in meiner Praxis schon sehr oft. Ist die Beckenblockierung dann gelöst, löst sich sehr wahrscheinlich dann auch der Knieschmerz.



Heilpflanze der Woche:


Echinacea, der Sonnenhut


 

 

Sonnenhut gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae) und blüht von Mai bis August.

Welche Pflanzenteile und Inhaltsstoffe werden verwendet?

Als pflanzliche Arznei dient beim schmalblättrigen Sonnenhut die Wurzel. In ihr kommen sogenannte Alkamide vor sowie ätherisches Öl und Kaffesäure-Abkömmlinge wie die Substanz Echinacosid.
 Beim Purpur-Sonnenhut wird das Kraut verwendet, also alle Pflanzenteile außer der Wurzel. Es enthält die gleichen Stoffgruppen wie der schmalblättrige Sonnenhut, jedoch in unterschiedlichen Mengen. Der blasse Sonnenhut kommt als Arzneipflanze seltener zum Einsatz, da in ihm die Alkamide fehlen. In seinen Wurzeln stecken unter anderem sogenannte Ketoalkene und Ketoalkenine. Sonst entsprechen die Inhaltsstoffe den anderen beiden Arten.

Was bewirken die Inhaltsstoffe? Wogegen hilft Sonnenhut?

Sonnenhut-Gewächse – insbesondere Echinacea purpurea sowie Echinacea angustifolia – wirken sich positiv auf das Immunsystem aus.

Wer Echinacea als Immunstimulans einnehmen möchte – ob in Form von Tropfen oder Tabletten – sollte damit gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung beginnen. Echinacea ist DAS Immunstimulans und sehr wirksam gegen Erkältungskrankheiten.


Geschichtliches:


 

Die Geburtsstunde der Homöopathie


Die napoleonische Zeit (Napoleon: 1769-1821) war nicht nur politisch und gesellschaftlich eine Epoche der Veränderungen und des Wandels. Auch in die Medizin kam damals viel Bewegung. Immer mehr Ärzte waren unzufrieden mit den Behandlungsmöglichkeiten, die zum Teil noch aus der Antike stammten – man denke an den Aderlass. Sie machten sich auf die Suche nach zeitgemäßen, modernen Therapieformen, in die das aktuelle naturwissenschaftliche Wissen und die neue aufgeklärte Weltsicht einfließen sollten. Diese Einsicht trug wesentlich zur kritischen Diskussion und Abschaffung des Aderlasses bei, ebenso gab es den Anstoß für die Beschäftigung mit Hypnose und letztlich für die Psychoanalyse.

Ganz anders verhält es sich mit der Neuerung, die Samuel Hahnemann (1755-1843) in die Medizin einbrachte: der Homöopathie. Sie war und ist in ihrer Wirksamkeit umstritten, aber sie hält sich als Heilmethode – mit schwankender Beliebtheit – bis heute. Als chemisch-pharmazeutisch äußerst versierter Arzt hat Hahnemann mit der Homöopathie übrigens nicht nur eine neue Heilmethode erfunden, sondern auch die kritische Arzneimittelprüfung mit Selbstversuchen an gesunden Menschen in der Medizin etabliert.

Es ist heute noch üblich, in Kreisen der Homöopathen die "Arzneimittelprüfung" zu vollziehen, dabei die Symptome aufzuschreiben. All diese Erkenntnisse sind nachzulesen im "Synthesis", einem Nachschlagewerk der Homöopathie.

In der Homöopathie geht es darum, Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln. Hahnemann hatte das Werk des schottischen Arztes William Cullen übersetzt und hier von der therapeutischen Wirkung der Chinarinde bei Malaria erfahren . Er probierte das Mittel selbst. Nach einigen Wochen stellten sich bei ihm die gleichen Symptome wie bei einer Malaria ein, nur ohne Fieber. Dies ging in die Geschichte der Homöopathie als die erste Arzneimittelprüfung ein. Hahnemann ging von der Auffassung aus, dass es eine Lebenskraft, die „Vis vitalis“ gibt. Diese sei beim Kranken geschwächt. Man müsse nur das passende Mittel finden – dies habe mit einer ausführlichen Anamnese zu geschehen – um diese Lebenskraft wiederherzustellen.

Dabei entdeckte er, daß man statt die Urtinktur (also die unverdünnte, ursprüngliche Substanz) zu verabreichen, auch eine starke Verdünnung zum Ziel führt. Daraus entstand dann später die Potenzierung. Je höher eine Potenz ist (also statt D3 beispielsweise C200) desto mehr wirkt die Arznei auf der Seelenebene, je niedriger die Potenz, desto eher wirkt die Arznei auf der Körperebene.


Thema der Woche:


Über die Trauer


In diesen Zeiten wird viel über die Lungenfunktion geredet, über ein Virus, das die Lunge der Menschen bedroht, sich dort niederlässt, um sich zu vermehren. Ich finde das sehr interessant. Ist die Lunge nicht DAS Organ, das uns mit allen anderen Lebewesen verbindet? Atmen, wir nicht gemeinsam mit allen Menschen und Tieren über dieses Organ den Sauerstoff ein, den Stoff, der uns am Leben hält? Als Yogi, die ich bin, weiß ich, daß das ein wesentlicher Aspekt des Yoga und des Ayurveda ist - Atmen! Das erzeugt Prana, das bedeutet im Hinduismus Lebenskraft oder Lebensenergie.

Was hat das mit Trauer zu tun?

In der chinesischen Medizin gehört Trauer zur Emotion von Lunge und Dickdarm. Lunge und Dickdarm sind ein Funktionskreis, der Funktionskreis des Metall.  Die Traurigkeit hilft uns, Verluste zu verschmerzen, loszulassen, sich Neuem zuzuwenden, Veränderungen zu akzeptieren. Wird die Traurigkeit unterdrückt, entsteht Depression.

Wenn uns das Abschiednehmen und Loslassen zu schwer fällt, kann unser Atem nicht mehr frei fließen und der Darm nicht loslassen. Unbewältigte Trauer schwächt Lunge und Dickdarm. Die Lunge hilft uns, Emotionen zu fühlen, der Darm hilft uns, die Essenz der Erkenntnis rauszufiltern und in die Zellen einzuspeisen und Unwesentliches auszuscheiden. Einfühlsamkeit, Empathie und Abgrenzungsfähigkeit sind die Emotionen eines gesunden Metalls, Lunge und Darm - Funktionskreises.

Deshalb ist es enorm wichtig, sich der Trauer zuzuwenden, die Trauer zuzulassen. Atmen, fühlen, weinen (ich nenne das die natürliche Entschlackung der Seele) - all das zuzulassen, ist zunächst unangenehm, aber der einzige Weg, den Abschied und die Veränderung zu leben.

In diesem Zusammenhang fällt mir das wunderbare Gedicht von Heine ein, die Stufen:

 

 

"Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"

Wunderbarer kann man Abschied, Trauer und Neubeginn nicht beschreiben!

Ich wünsche Ihnen bis zum nächsten Mal viel Kraft und Innehalten, stellen Sie sich mehrfach am Tag  ans Fenster und Atmen Sie mehrfach tief ein und aus in dem Bewußtsein, daß die Atemluft sie mit allen anderen Lebenwesen verbindet und Sie am Leben hält!

Namasté!

Ihre Ingrid Rauber, bis in 2 Wochen, am 11. Mai schreibe ich wieder!

 






 




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